"Raumschiff Erde" - aktuelle Umweltfakten

Wir Menschen fliegen auf der Erde durch ein ziemlich ungastliches und kaltes Universum, aber die Erde hält bereit, was wir für unser Überleben brauchen: Luft, Wasser, erträgliche Temperaturen, Nahrung.

Unsere menschliche Zivilisation nutzt diese Dinge nicht nur, sondern verändert die Verhältnisse in ungute Richtungen:

  • die Luft wird durch mehr CO2 in ihrer Zusammensetzung verändert,
  • Luft und Wasser werden verschmutzt,
  • Süßwasser (unter 1% des Gesamtwassers der Erde!) wird verschwendet oder im Übermaß verbraucht,
  • die Erd-Temperatur seit ca. 40 Jahren ständig erhöht,
  • 2/3 der weltweiten Pflanzenproduktion mit Nebenwirkungen der intensiven Landwirtschaft (Nitratbelastung der Böden, Wasserverbrauch, (Ur-)Waldrodung, Pestizideinatz) findet nur für die sogenannte Nutztierhaltung statt, die wiederum eine große Quelle klimaschädlicher Gaserzeugung ist (CO2 und Methan), Überdüngung durch Gülle und jede Menge Tierleid mit sich bringt
  • Gütertransporte um die Welt verbrauchen unnötig viele Resourcen
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Um Ideen für ein bewußteres Verhalten gegenüber unserem "Raumschiff Erde" zu entwickeln, benötigen wir Wissen über sie. Hierzu meine persönliche und unvollständige Faktensammlung.

Umweltfakten

2020

  • "Ispra (dpa) - Der Holzeinschlag in den Ländern der EU hat sich einer Studie zufolge drastisch erhöht: Von 2016 bis 2018 lag die Holzentnahme um 49 Prozent höher als im Zeitraum 2011 bis 2015.  Weiterlesen...

    Dies haben Wissenschaftler der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission im italienischen Ispra bei der Auswertung..." Quelle:https://www.zeit.de/news/2020-07/01/baumfaellungen-in-der-eu-haben-stark-zugenommen

  • "Überfischt, zu laut, zu schmutzig - auch in den ausgewiesenen Schutzgebieten fahren tausende Schiffe, wird gefischt, finden Rohstoffabbau oder Unterwassersprengungen statt: Küstenländer und Regierung versagen beim Meeresschutz vor unserer Haustür
    Was das Auge nicht sieht: Unter der Wasseroberfläche wird Sand und Kies abgebaut, Krabbenfischer schleifen ihre Netze über den Boden und in kilometerlangen Stellnetzen ertrinken Schweinswale und tausende Seevögel - trotz Ausweisung von geschützten Regionen! Weshalb wir unsere Meere so dringend schützen müssen Nicht nur die Weltmeere, auch die Meere vor unseren Küsten sind in Gefahr: Klimaerhitzung, Plastikmüll, Sand- und Kiesabbau und zu hoher Nährstoffeintrag bedrohen ihre Ökosysteme. Dies zeigt auch unser  aktueller Report zum Zustand von Nord- und Ostsee. Gerade die flachen Küstengewässer sind bevorzugter Lebensraum vieler heimischer Meerestiere wie dem Schweinswal. Besonders zerstörerisch wirkt sich die jahrzehntelange Überfischung auf diese Lebensräume aus. Dabei sollte im Jahr 2020 eigentlich der "gute Umweltzustand" in unseren Meeren wieder erreicht werden. So die Ziele der EU-Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie von 2008. Davon sind Nord- und Ostsee jedoch weit entfernt. Fakt ist: Wir brauchen echte Schutzgebiete ohne menschliche Ausbeutung, um die marine Artenvielfalt zu erhalten und den Herausforderungen durch die Erderhitzung zu begegnen. Denn die Meere stabilisieren das Klima und haben bisher schon rund 30 Prozent des atmosphärischen CO2-gespeichert.   Auch die Europäische Umweltagentur (EEA) drängt im  aktuellen Zustandsbericht  (2019) zu Europas Meeren auf konsequentes Handeln: Die Übernutzung der Gewässer kombiniert mit den stärker werdenden Belastungen durch die Klimaerhitzung könnten die marinen Ökosysteme unumkehrbar schädigen.       Selbst in Schutzgebieten nicht sicher - der Schweinswalbestand in der zentralen Ostsee ist vom Aussterben bedroht: 2018 wurden an der deutschen Ostseeküste 203 tote Schweinswale gemeldet. Das ist der zweithöchste Wert in 20 Jahren. Oft verenden die Tiere als ungewollter Beifang in Stellnetzen.
    Greenpeace fordert einen globalen Ozeanvertrag zur Rettung der Weltmeere." Quelle:
    Thilo Maack / Greenpeace e.V. info@newsletter.greenpeace.de vom 10.07.20
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